Today is Newsday 01/2018 - Schüler messen Feinstaub mit selbst programmierter Wetterstation

Werte Feinstaub übersichtlich dargestelltProgrammierunterricht hat an deutschen Schulen in der Regel keinen sonderlich hohen Stellenwert. Da haben die Schüler des Essener Carl-Humann-Gymnasiums Glück gehabt. Denn der Rektor des Carl-Humann-Gymnasiums weiß das Engagement von Informatiklehrer Michael Zagorski und seinen programmierfreudigen Schülern durchaus zu würdigen. Als drei Teilnehmern der von Mauve-Entwickler Thomas Elschen betreuten Raspberry Pi-AG ihr angefangenes Projekt aus dem letzten Schuljahr im laufenden Schuljahr nicht fertigstellen konnten, da ihr Stundenplan mit dem Termin für die Raspberry Pi-AG kollidierte, befreite er sie kurzer Hand für drei Tage vom Unterricht.

 

„Ich freue mich riesig, wenn ich sehen kann, was daraus entsteht, wenn Schulen und Unternehmen gemeinsam an einem Strang ziehen, um die Neigungen von Schülern zu fördern. Es ist fantastisch mit anzusehen, mit welchem Engagement und welcher Ernsthaftigkeit, gleichzeitig aber auch mit welcher Unbekümmertheit und Experimentierfreudigkeit diese Schüler Aufgaben, die sie sich selbst gestellt haben, angehen, entwickeln und zu einem erstaunlichen Ergebnis bringen“, kann sich Mauve-Chef Christian Mauve immer wieder aufs Neue für die Jungprogrammierer begeistern. Das ist auch mit ein Grund dafür, warum die Firma Mauve schon seit mehreren Jahren die IT-Projekte des Carl-Humann-Gymnasiums in unterschiedlichen Formen unterstützt und fördert.

Die drei Tage nutzten Johann Jakob Hellermann, Furkan Gedikoglu und Paul Rowsell, um Ihre Wetterstation mit Feinstaub-Sensor unter der Aufsicht von Thomas Elschen im Mauve-Turm fertigzustellen. Die Basis der Wetterstation bildet ein WLAN Mikrochip mit angeschlossenem Feinstaub-, Temperatur- und Luftfeuchtigkeitssensor. Der Raspberry Pi sammelt die Daten, wertet sie aus und übermittelt sie an die OpenSenseMap. Die OpenSenseMap ist eine Plattform für offene Sensordaten, an der jeder teilnehmen kann. Das Projekt entstand 2015 im Rahmen von GI@School am Institut für Geoinformatik in Münster, wo es zusammen mit der senseBox eingesetzt wird, um Schülern und interessierten Bürgern eine Plattform zu bieten, um ihre Messdaten zu sammeln und zu veröffentlichen.

Präsentation des Projekts Feinstaub-MessungDie Ergebnisse der Wetterstation, die auf dem Dach des Wasserturms neben dem Feinstaub auch noch Temperatur und Luftfeuchtigkeit misst, will die Schule auch für ihren Biologie- und Geografie-Unterricht nutzen. Wenn es nach den drei Jungprogrammierer geht, ist das Projekt noch nicht abgeschlossen. Ideen haben sie genug. So könnte die Wetterstation noch um eine Life-Kamera und einen Durchflusssensor für Niederschlag erweitert werden.

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